Bitcoin-Gesetz Deutschland: Kommt jetzt viel Geld?


  Deutscher Bundestag

Am 1. Juli 2021 tritt das sogenannte Fund Location Act in Kraft. Dies gibt inländischen Spezialfonds die Erlaubnis, in Bitcoin zu investieren. Kommt jetzt viel Geld?

Was bringt das Fund Location Act mit sich?

Finanzexperten erwarten, dass das neue Fondsstandortgesetz zu starken Investitionen in den Kryptomarkt führen wird. Ab dem 1. Juli können inländische Spezialfonds bis zu 20% der von ihnen verwalteten Fonds in Kryptoassets wie Bitcoin investieren.

Am 22. April 2021 genehmigte der Bundestag das deutsche Bitcoin-Gesetz. Es wurde zuvor von den Finanz- und Wirtschaftsministerien von Olaf Scholz (SPD) und Peter Altmaier (CDU) eingerichtet. Schließlich muss der Gesetzesentwurf vom Bundesrat verabschiedet werden.

Sven Hildebrandt, CEO der Blockchain-Beratungsfirma DLC Distributed Ledger Consulting, schätzt das Zuflusspotenzial für Krypto-Assets auf 350 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Fünftel des Vermögens von rund 1,9 Billionen Euro, das derzeit in den inländischen Spezialfonds vorhanden ist.

„Riesiger Schritt“ für den Kryptomarkt

Bis zu 350 Milliarden Euro könnten in den Kryptomarkt fließen – und das vor dem Hintergrund, dass die Marktkapitalisierung von Bitcoin bei rund 768 Milliarden Euro liegt. Hildebrandt nennt dies einen „großen Schritt“.

Einerseits würde der Kryptomarkt strenger reguliert, was sicherlich kritische Stimmen erzeugt. Andererseits könnte dies auch von Vorteil sein, da Anleger aus dem Ausland solche Anlageformen als sicherer empfinden würden.

Für wen gilt das Fund Location Act?

Die neuen Bestimmungen gelten für Spezialfonds, nicht jedoch für Investmentfonds. Laut Jochen Schenk, Vizepräsident des Central Real Estate Committee, ist privates Kapital unnötig gebunden. Aufgrund des Fund Location Act könnte privates Kapital nicht mehr in wichtige Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsinvestitionen fließen.

Investmentfonds werden einheitlich reguliert.

Im Sommer wird eine neue EU-Richtlinie eingeführt, die in erster Linie die grenzüberschreitende Verteilung von Investmentfonds vereinfachen soll. Die Frist für die Umsetzung des neuen Bitcoin-Gesetzes in Deutschland ist kurz und endet am 2. August 2021.

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