Bitcoin-Mining verbraucht nur 0,1 Prozent der globalen Energie – und geht auch um …


Windenergie. Bild von Richard Allaway über flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Eine Präsentation des Bitcoin Mining Coincil gibt einen Überblick über den Energieverbrauch von Bitcoin im globalen Vergleich. Es zeigt, dass der Konsum absolut irrelevant ist – und dass die Bergbauindustrie eine der saubersten globalen Bitcoin-Hashrate ist. Er hat kürzlich seinen ersten „ Global Bitcoin Mining Data Review “ veröffentlicht, der für das zweite Quartal 2021 aufschlüsselt, wie viel und welche Energie Bitcoin Mining verbraucht. Wie versprochen schafft der Rat Transparenz.

Der Transparenzbericht ist eher eine Präsentation und mit 11 Seiten recht kurz. Diese Seiten haben es jedoch in sich: Sie entlarven die so oft und so vehement geäußerte Besorgnis über den hohen Stromverbrauch von Bitcoin als Hysterie oder Heuchelei.

Die Präsentation vergleicht beispielsweise den Energieverbrauch von Bitcoin mit dem großer Industrieländer. Mit 189 Terawattstunden (TWh) pro Jahr liegt der Bergbau weit hinter großen Nationen wie Deutschland (3650 TWh), Südkorea (3436 TWh) oder dem Iran (3429 TWh) zurück. Insgesamt verbraucht das Bitcoin-Mining rund 0,1 Prozent der weltweiten Energie.

Oder im anderen Vergleich: 0,4 Prozent der Energie, die durch Ineffizienz verschwendet wird. Würde man die Energieerzeugung und den Verbrauch nur ein kleines bisschen effektiver gestalten, würde das viel mehr sparen, als wenn Bitcoin, wie manchmal gefordert, auf ein Konsensverfahren umstellen würde, das ohne Miner auskommt. Wer sich ernsthaft für Klimaschutz interessiert, weiß, wo er seine Energie sinnvoll einsetzen kann.

Man mag überrascht sein, dass dieser Vergleich ganz anders aussieht als die üblichen Vergleiche, bei denen Bitcoin so viel verwendet wie Schweden oder Irland. Dies wird damit begründet, dass sie sich zwar beispielsweise „ Bitcoin Energy Consumption Index “ nennen, aber tatsächlich den Stromverbrauch vergleichen, während der Bitcoin Mining Council eigentlich die Gesamtenergie annimmt, die nicht umgewandelt wird in Strom Arten gehören zum Beispiel in die Verkehrs- und Heizungsindustrie. Die Daten, die dem Bitcoin Mining Council zugrunde liegen, stammen aus dem Statistical Review von BP für das Jahr 2019 .

Ein Vergleich mit der Stromproduktion in den USA unterstreicht, wie irrelevant Bitcoin-Mining ist. Weltweit verbraucht es 189 TWh, während in den USA allein 10.463 TWh für die Stromerzeugung verbrannt werden, wovon satte 6.800 TWh für Erzeugung, Verteilung oder Verbrauch verschwendet werden. Bitcoin macht davon nur 2,8 Prozent aus. Bei dieser Datenlage wären eigentlich keine weiteren Fragen notwendig. Dennoch fragt die Präsentation des Bitcoin Mining Council nach, wie nachhaltig der Energiemix des Mining ist. Nach eigenen Schätzungen, Stichproben und Hochrechnungen werden 56 Prozent des weltweiten Bergbaus aus nachhaltigen Energien gespeist, die Farmen des Bitcoin Mining Council sogar 67,6 Prozent. Damit ist Bitcoin-Mining deutlich sauberer als jedes andere Land im Vergleich: Die EU und Deutschland beziehen rund 50 Prozent ihres Energieverbrauchs aus nachhaltigen Quellen, die USA rund 30 Prozent und China nur 14,4 Prozent. Der Bitcoin-Mining ist eindeutig nicht Chinas Klimaproblem, aber Chinas Energieproblem ist ein globales Klimaproblem.

Schließlich zeigt eine Statistik, wie schnell der Anteil nachhaltiger Energien bei den Mitgliedern der Bergbauindustrie im Allgemeinen und insbesondere bei den Bitcoin Mining Councils steigt. Hier wäre ein bisschen mehr Kontext hilfreich: Liegt das an dem gestiegenen Bewusstsein der Bergleute, insbesondere in Nordamerika? Liegt es an ihrem Exodus aus China? Aber die Folie bleibt rein beschreibend.

Und hier endet diese Präsentation. Sind die Informationen solide, reichen diese elf Seiten aus, um das Thema erstmals und für die nächste Ad Akta zu setzen. Der Anteil von Bitcoin an den globalen CO2-Emissionen ist so lächerlich gering, dass es sich nicht lohnt, eine Google-Suche danach durchzuführen. Außer vielleicht, um herauszufinden, wie Bitcoin-Mining die Energiewende vorantreiben kann. Denn es sieht so aus, als könnte Klimaschutz durch die Bergleute viel mehr gewinnen als verlieren .


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