Bitcoin shorten? So kannst du auf einen fallenden Bitcoin-Preis wetten

Der Spruch „es gibt nichts, was es nicht gibt“ könnte schon bald wieder passend werden. Stand jetzt ist es zwar noch nicht möglich, den Bitcoin zu shorten, also auf eine negative Entwicklung zu hoffen, dies könnte sich jedoch schon bald ändern, denn ein ETF-Anbieter möchte diese Möglichkeit auf den Markt bringen.

Was es bei Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen schon längst gibt, soll nun auch auf eine der volatilsten Assets wie dem Bitcoin möglich sein. Hinter dieser Idee steht derselbe Anbieter, welcher auch den ersten Bitcoin-ETF auf den Markt gebracht hat. Dieser ETF soll den Namen „ProShares Short Bitcoin Strategy ETF“ tragen und eben genau die negative Wertentwicklung des Bitcoins abbilden. Dieses Produkt wurde vor kurzem bei der Börsenaufsichtsbehörde SEC angemeldet. Bei dem bisher schon gelisteten Long-ETF, welcher unter dem Namen „Bitcoin Strategy ETF“ bekannt ist, kam es im Oktober zur Markteinführung und schon bald auf einen großen Ansturm. Dies war jedoch vorhersehbar, denn zu dieser Zeit befanden sich die Kryptowährungen in einem langanhaltenden, sehr starken Bullenmarkt und viele Anleger kauften blind ein und fielen dabei dem FOMO-Effekt (fear of missing out) zu Grunde. Daher ist auch die Tatsache nicht verwunderlich, dass das Debüt dieses ETFs als eines der erfolgreichsten aller Zeiten galt.

Die Zulassung ist noch offen

Wie bereits erwähnt, wurde die Zulassung des ETFs zwar schon beantragt, die Entscheidung ist jedoch noch ausständig. Sollte der Ausgang positiv erfolgen, so wäre dies der erste ETF am Markt, welcher das Shorten des Bitcoins zulassen würde. Direxion, einer der konkurrierenden ETF-Emittenten, versuchte bereits eine ähnliche Strategie, der Antrag wurde aber auf Wunsch der SEC zurückgezogen. Dieses Mal stehen die Chancen auf eine Zulassung jedoch deutlich höher: Der ProShares-ETF hat gut funktioniert und ist bisher einwandfrei gelaufen, es gibt daher eigentlich keinen Grund, eine Marktzulassung mit einer Ablehnung zu begründen, es bleibt abzuwarten, ob die SEC für den nächsten Schritt bereit ist.

Der Kursverlauf des Bitcoins ist momentan jedenfalls sehr spannend. Während im November 2021 das bisherige Rekordhoch von 69’000 Dollar erreicht wurde und im Jänner ein Crash auf 33’000 Dollar erfolgte, konnte sich die älteste und größte Kryptowährung mittlerweile halbwegs stabilisieren und pendelt seit Monaten in einer Handelsspanne von 35’000 bis 45’000 Dollar. Wie bei jeder anderen Anlageklasse, gibt es auch beim Bitcoin einerseits Optimisten, aber auch viele Pessimisten. Sollte der neue Short-ETF also tatsächlich auf den Markt kommen, wäre für jeden der beiden Parteien eine Möglichkeit vorhanden und es bleibt spannend, ob der Bitcoin langfristig gesehen nach oben oder nach unten ausbrechen wird.

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Source: Bitcoinnews