Clearview Gesichtserkennung: US-Firma will binnen Sekunden jeden Mensch identifi…

Die Datenbank der umstrittenen US-Firma Clearview AI soll auf 100 Milliarden Gesichter heranwachsen, sodass innerhalb eines Jahres jeder Mensch identifiziert werden kann.

Selbst rechtlich fragwürdige Praktiken und zahlreiche internationale Kritiker scheinen das Unternehmen nicht an seinem Expansionsdrang zu hindern. Aktuell plant Clearview AI sogar, seine Datenbank mit über 10 Milliarden Fotos von den Gesichtern realer Personen um ein zehnfaches zu erweitern. Auf diese Weise könnte ermöglicht werden, dass „fast jeder Mensch auf der Welt identifizierbar sein wird“.


Durchschnittlich 14 Fotos von jeder Person

Aus einem 55-seitigen Informationsblatt für die Investoren der Firma ging hervor, dass Clearview AI mit seinem Megaprojekt anstrebt, von jeder der 7 Milliarden Personen auf der Welt bis zu 14 Bilder im Register zu führen. Eine vom Unternehmen angegebene Wachstumsrate von 1,5 Milliarden Fotos pro Monat würde auf das Jahr hochgerechnet jedoch nicht zu den angestrebten 100 Milliarden führen.

Um die Art, wie man Arbeitskräfte tiefgründig überprüfen kann, zu revolutionieren, muss Clearview AI jedoch 50 Millionen Dollar von interessierten Investoren einnehmen. Dass große Unternehmen, wie Airbnb, Lyft und Uber, in der Zukunft vielleicht auf so eine Technologie zurückgreifen werden können, sei von Clearview AI erst vor kurzem bekanntgegeben worden. Zuvor beteuerte das Unternehmen stets, nur mit Regierungsbehörden oder Organen der Strafverfolgung zusammenarbeiten zu wollen.

Die Konzerne streiten ab, mit Clearview zusammenarbeiten zu wollen

Die Behauptungen des Clearview AI Gründers Hoan Ton-That wurden von den Sprechern der jeweiligen Unternehmen abgestritten. So sollen seine Pläne, Menschen auf Portalen, wie Tinder oder Sittercity, mit der Clearview-Technologie allein schon nach ihrem Aussehen zu filtern, nicht den Vorstellungen der Betreiber entsprechen. Auch soll kein Interesse an einer Clearview-Identifizierung von Straftaten innerhalb der Dienste bestehen.

Auch die Bildbeschaffungs-Methoden von Clearview AI werden kritisiert

Sowohl in den USA, als auch in den europäischen Industriestaaten, wie Österreich, Frankreich oder Griechenland laufen schon Anklagen gegen das junge Unternehmen. Dass die Bilder oft ohne die Zustimmung der Autoren von Social-Media-Plattformen oder privaten Internetseiten gesammelt werden, verstößt gegen die europäischen Datenschutzgesetze, so die Aufsichtsbehörden der betroffenen Länder.







Prima diese Newsschlagzeile kommt von
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