Deutsche Studie zu Neobanken: Alternative, besonders für junge Menschen

Neobanken und Broker auf dem Smartphone sind die jüngsten Trends der Branche und dein Schreckgespenst für herkömmliche Filialbanken. Internetbanken wie Revolut oder Wise sind nicht mehr aufzuhalten: Eine aktuelle Studie, welche vom Digitalverband Bitkom unter etwa 1000 Deutschen durchgeführt wurde, liefert einen interessanten Überblick, welchen Stellenwert Neobanken haben, was bei den Nutzern besonders überzeugt und in welchen Bereichen weitere Fortschritte erwartet werden.

Das gesamte Angebot per App

Noch vor zwanzig Jahren war es schlicht unvorstellbar, Bankgeschäfte komplett digital durchzuführen. Modernde Neobanken und Broker bieten mittlerweile jeden Schritt, sei es eine Kontoeröffnung, eine Überweisung oder Aktiensparpläne ohne klassische Filialen oder gar ein Stückchen Papier an. Und mehr als ein Viertel aller Deutschen kann sich Bankgeschäfte in dieser Form gut vorstellen. Beinahe ein Zehntel der Bundesbürger nutzt eine Neobank bereits als aktiver Kunde. Langsam werden auch die Skeptiker vom Angebot überzeugt, annähernd die Hälfte der Befragten kann sich ein Konto als Ergänzung zur klassischen Filialbank vorstellen.

Nutzergruppen stark nach Alter geteilt

Auch wurde ein Blick in die Nutzerstruktur der Neobanken geworfen. Kaum verwunderlich ist, dass jüngere Nutzer den Banken auf dem Smartphone aufgeschlossener gegenüberstehen als ältere Menschen. Bei den über 50-Jährigen lehnen ein Drittel Neobanken pauschal ab, bei den über 65-Jährigen sogar die Hälfte aller Befragten. Letztlich ist die Akzeptanz bei den unter 30-Jährigen Befragten mit 38 Prozent am grössten. Diese Gruppe stellt ebenso die Mehrheit der tatsächlichen Nutzer.

Welche Vor- und Nachteile sehen die Kunden bei den Neobanken?

Besonders gut werden die schnelle und leichte Eröffnung von Depots und Konten; bedeutend geringere Kosten und der einfache Überblick über die eigenen Finanzen angenommen. Hier sind die Neobanken den Filialisten aus Kundensicht deutlich überlegen. Auch die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung der Bankingapps ist besonders positiv aufgefallen.

Klar benannt haben die Befragten aber auch Nachteile und Störfaktoren. Hierbei steht mit deutlichem Abstand die fehlende persönliche Beratung im Vordergrund. Rund ein Drittel der Befragten geht prinzipiell lieber in eine Bankfiliale.

Fazit für die Schweiz

Es ist anzunehmen, dass die Schweizer nicht grundsätzlich anders zu dem Thema stehen wie die Deutschen. Sicherlich kann daher auch ein Stückchen mehr Erkenntnis für den lokalen Neobankenmarkt übernommen werden und so der Weiterentwicklung des Sektors in der Schweiz dienen.

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Source: Bitcoinnews