Gibt es etwas gegen die Stromknappheit?

„Neben der Pandemie ist ein Strommangel die größte Bedrohung für die Versorgung der Schweiz“, sagt Parmelin in einem Video . Diese wird auf der Website der Organisation für Stromversorgung an außergewöhnlichen Orten (Ostral) veröffentlicht. Die «NZZ am Sonntag» und das Schweizer Radio SRF sowie weitere Medien haben in den letzten Wochen intensiv über die Kampagne berichtet.

Ist der einzige Weg dorthin durch eine intelligente Revision des Energie- und Stromversorgungsgesetzes? Nein, denn das aktuelle Gesetz erlaubt bereits eine deutliche Stärkung der Stromversorgung in der Schweiz. Innovative Konzepte wie „ Energeek®, das Solarpanel mit Mieteinnahmen “ können von jedem genutzt werden. Damit kann die Energiewende vorangetrieben werden, ohne ein Dach oder Gebäude besitzen zu müssen. Darüber hinaus werden für die Eigentümer der Solarmodule passive Einnahmen in Form von Mieteinnahmen generiert. Dies kann mit nur einem (1) Solarpanel im Wert von gut 900 CHF bis zu 2500 CHF erfolgen. Und je nach Projekt können bis zu mehreren 100 Solarpanels online bestellt werden. Die jährlichen Mieteinnahmen betragen rund CHF 50 bis CHF 150 pro Jahr. Und das bis zu 30 Jahre lang. Die Eigentümer können ihre Panels auch jederzeit verkaufen, verschenken oder vererben.

Die Preise für fossile Brennstoffe steigen weltweit. Die Stromengpass-Szenarien des Bundes sind mangels eines Stromabkommens mit der EU ausgerufen worden und sorgen in Politik und Medien für viel Aufregung. Grundsätzlich unterstreichen diese Entwicklungen genau, wie wichtig der entschiedene und schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien in der Schweiz ist. Nur mit neuen erneuerbaren Energien kann die Energieversorgung der Zukunft sichergestellt, die Klimaziele erreicht und gleichzeitig mehr Unabhängigkeit von Energieimporten erreicht werden. Wie das technisch geht, erklären verschiedene namhafte Schauspieler ausführlich. Eines der besten Beispiele ist von Prof. Gunzinger mit seinem 2015 erschienenen Buch Kraftwerk Schweiz.

"Anstatt jährlich rund 15 Milliarden Franken für importierte, nicht erneuerbare Energie auszugeben, geben wir ;das Geld sollte man besser in neue Technologien investieren."

Anton Gunzinger 2015

Vorbereiten und „und Handeln“ Das bedeutet, dass Fabriken weniger oder gar nicht produzieren können, Behörden und Dienstleistungsunternehmen wie Banken ihre Versorgung reduzieren oder einstellen oder stromabhängige Verkehrsmittel wie Züge oder Straßenbahnen nur eingeschränkt oder gar nicht fahren können. „

Die Pandemie hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig es ist, sich bestmöglich auf Krisen vorzubereiten“, sagte Parmelin. Sollte der Strom ausgehen, sei die Schweiz auf die Unterstützung aller Stromkunden angewiesen, sagte er dem Unternehmen ]Lösungen für Unternehmen und Privatpersonen stehen zur Verfügung

Unternehmen mit eigener Immobilie haben die Möglichkeit, autarke Energieerzeuger zu werden, um sich mit eigenem Strom- und Wärmeverbrauch auf die Stromknappheit vorzubereiten. fremdfinanzierte oder auch gemietete Cleantech-Solaranlage mit Photovoltaik auf Dächern, Fassaden oder Solartracker (Parkplätze), Kleinwindkraftanlagen, die zum größten Teil ohne / mit wenigen Genehmigungen errichtet werden dürfen, Biomasseanlagen oder Kleinwasserkraftwerke bei Unternehmen an Flüssen installieren lassen. Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn gleichzeitig der Energiespeicher mit Batterien wie LiIo, Salzwasser oder Wasserstoff integriert wird Außerdem lässt sich viel Energie sparen, wenn statt einer Öl- oder Gasheizung eine Wärmepumpe installiert wird. Dieser braucht Strom, aber bei Stromknappheit wird der Öl- oder Gaspreis sehr wahrscheinlich auch stark steigen oder es kommt auch zu einem Lieferengpass.

Die Ostral-Kampagne begann am 30. September, wie Patrick Rötheli, Leiter des Energieamtes des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL), auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Dazu gehört ein Informationsschreiben an rund 30.000 Stromgroßverbraucher, über das die "NZZ am Sonntag" berichtete und das derzeit 100.000 Kilowattstunden Strom zur Vorbereitung auf ein mögliches Stromkontingent verschickt. Sie müssten ihren Konsum je nach Situation um einen gewissen Prozentsatz reduzieren, wie Rötheli sagt.

Der Bundesrat kann bei Engpässen Regelungen zum Stromverbrauch und zur Stromeinsparung treffen. Aber nur für Strom, der von EW bezogen wird, nicht für Strom aus eigener Erzeugung. Zunächst würde jedoch nach freiwilligem Sparen gerufen. „Wenn die Lage jedoch angespannt bleibt, könnte es zu Konsumbeschränkungen kommen“, sagt Rötheli. Dann würden beispielsweise Saunen oder Skilifte stillgelegt.

Auch wenn der Verzicht in der Freizeit zu wenig bringt, könnte der nächste Schritt darin bestehen, Strom für Großverbraucher zu kontingentieren. „Diese Unternehmen sind daher aufgefordert, sich Gedanken zu machen, wie ein gewisser Prozentsatz an Strom eingespart und der Betrieb teilweise noch weitergeführt werden kann“, sagt Rötheli. Zudem bietet Rötheli hochinnovative Technologien und Konzepte für die eigene regenerative Stromproduktion an. „

Stufenplan

Ziel des Stufenplans ist laut Rötheli, bei einer Stromknappheit „rollende Netzabschaltungen möglichst lange zu verhindern“. Diese würden dann alle Stromverbraucher betreffen. Aber nicht diejenigen, die über ein eigenes Stromerzeugungssystem verfügen. Sie sind bis zu 100 % autark.

Das Ostral in seiner heutigen Form gibt es seit 2011, wie es auf seiner Website schreibt. Sie ist eine Kommission des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) und untersteht der wirtschaftlichen Landesversorgung des Bundes. Die Ostral ging aus der „Kriegsorganisation der Elektrizitätswerke“ (KOEW) hervor.

Wenn es zumindest auf technischer Ebene keine Fortschritte gibt, könnte die Schweiz aufgrund des fehlenden Stromabkommens mit der EU insbesondere im Winter ab 2025 ein Problem mit der Stromversorgungssicherheit haben. So steht es in einem von drei Szenarien in einem Bericht, den der Bundesrat am Mittwoch zur Kenntnis genommen hat.

Neue Anforderungen ab Ende 2025

Ab Ende 2025 müssen europäische Netzbetreiber 70 Prozent der für den grenzüberschreitenden Handel wichtigen Kapazitäten freihalten. Diese 70-Prozent-Regel könnte die Importkapazitäten der Schweiz einschränken.

Der Bericht untersuchte, welche Folgen dies für die Schweiz mit einem Stromabkommen, mit zumindest technischen Abkommen mit Nachbarländern oder einem Verzicht auf die Zusammenarbeit mit der EU hätte. Ohne die Kooperation wäre dem Bericht zufolge die Lage spätestens im März kritisch.

Das Stromabkommen mit der EU liegt seit 2018 auf Eis. Dass der Bundesrat die Verhandlungen mit der EU über ein institutionelles Rahmenabkommen Ende Mai abgebrochen hat, dürfte die Chancen auf eine Einigung nicht verbessert haben.

Mit einer Revision des Energie- und Stromversorgungsgesetzes will der Bundesrat die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien steigern. Im Sommer übergab er die Botschaft an das Parlament. Dazu gehört auch eine verbesserte Stromversorgung im Winter.


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