Goldbergbau: Direkte und indirekte Risiken für die Umwelt


 Goldbergbau

Kaum ein anderes Metall ist so begehrt und teuer wie Gold. Der Grund dafür ist, dass es weder einfach hergestellt noch problemlos aus der Erde gewonnen werden kann. Gold wird im Technologiebereich, in der Schmuckherstellung und traditionell im Finanzbereich als Geldanlage benötigt. Gleichzeitig steigt die Nachfrage kontinuierlich und damit auch der Preis. Aber der Preis, den die Umwelt zahlt, ist immens.

Direkte Risiken für Mensch und Natur

Große Goldvorkommen finden sich vor allem in Südamerika, Afrika und Asien. Klassischerweise werden goldhaltige Gesteinsmassen gesprengt, zerkleinert und anschließend einer Cyanidlösung ausgesetzt. Dadurch wird sichergestellt, dass das im Gestein vorhandene Edelmetall gelöst wird. Dies geschieht oft ohne Schutzbarrieren, sodass die Zyanidlösung das Grundwasser verseucht oder in Flüsse gelangt. Eine andere Methode zur Gewinnung von Gold besteht darin, goldreichen Flusssand zu waschen und das darin enthaltene Gold zu isolieren. Dabei wird Quecksilber zugesetzt, um das Gold zu isolieren, das das Gold bindet. Anschließend wird das Gold-Quecksilber-Gemisch erhitzt und das Quecksilber verdampft. Was bleibt, ist hochreines Gold, aber das Problem dabei ist, dass das verdampfte Quecksilber die Luft verschmutzt. Vor allem in kleineren Bergwerken gibt es kaum Arbeitsvorschriften und die Arbeiter erkranken oft schon in jungen Jahren. Außerdem gelangen versehentlich hohe Mengen des Schwermetalls ins Wasser und vergiften es langfristig.

Indirekte Risiken für Mensch und Natur

Neben den direkten und offensichtlichen negativen Folgen des Goldabbaus besteht auch die Gefahr unterschätzter indirekter Nachwirkungen. Das freigesetzte Quecksilber und andere Chemikalien sorgen langfristig dafür, dass es in Gewässern zu großen Fischsterben kommt. Doch gerade in ärmeren Gebieten sind Gewässer für viele Menschen oft die Lebensgrundlage. Wenn dieser Lebensunterhalt zerstört wird, muss die dort lebende Bevölkerung fliehen. Das gelöste Quecksilber gelangt auch durch den Verzehr von kontaminierten Fischen in den menschlichen Organismus und hat fatale gesundheitliche Folgen. Fazit Die mit dem Goldbergbau verbundene Umweltbelastung birgt enorme Risiken für die Umwelt. Aber auch soziale Konsequenzen sollten berücksichtigt werden. Für diese Probleme ist keine Lösung in Sicht. In letzter Zeit haben einige Länder die Auflagen und Steuerabgaben wieder gesenkt, um den Goldbergbau zu fördern. Die langfristigen, negativen Folgen für Mensch und Tier werden nicht berücksichtigt.


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