Größte kroatische Supermarktkette akzeptiert Bitcoin – BitcoinBlog.de – der Blog …


Bild von Helen Penjam über flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Der größte Lebensmittelhändler Kroatiens, die Supermarktkette Konzum, erlaubt seit dem 1. Dezember das Bezahlen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. sondern aus Kroatien: „Die Einführung von Kryptowährungszahlungen ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Konzum kontinuierlich globale Trends beobachtet, Innovationen einführt und im Einzelhandel Maßstäbe setzt“, kommentierte Uroš Kalinić, Chief Financial Officer von Konzum, in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Konzum ist mit 700 Filialen und 11.400 Mitarbeitern der größte Player im kroatischen Einzelhandel. Rund 650.000 Kunden kaufen täglich in den Supermärkten der Kette ein. Darüber hinaus betreibt Konzum Großhandelsmärkte, die die kleineren Lebensmittelhändler mit Waren beliefern, sowie Drogerien. Konzum-Supermärkte finden Sie auch außerhalb Kroatiens, zum Beispiel in Bosnien und Herzegowina.

Um Krypto-Zahlungen zu akzeptieren, arbeitet Konzum mit dem kroatischen Krypto-Startup Electrocoin zusammen. Sein PayCek-Zahlungssystem akzeptiert Bitcoin, Ether, Bitcoin Cash, EOS, Dai, Ripple, Stellar, Tether und USDC. Der Lebensmittelhändler wirbt für Zahlungen mit Kryptowährungen damit, dass diese „einfach und kreditkartenähnlich“ seien.

Aber wer meint, er könne direkt zum nächsten Laden in Kroatien laufen und mit Bitcoin, Tether oder Stellar bezahlen, wird zunächst enttäuscht sein. „Bisher können Sie in unseren Onlineshops nur mit Bitcoin bezahlen“, relativiert die Pressemitteilung. Doch sie stellt in Aussicht: „Wir planen, es demnächst in weiteren Shops im ganzen Land einzuführen.“

Zumindest die Online-Shops von Konzum sind gut sortiert. Bitcoiner können dort bereits mehr als 12.000 Produkte mit Krypto bezahlen, etwa Lebensmittel, Hygiene- und Haushaltsartikel.

Der Zahlungsdienstleister Electrocoin scheint in Kroatien sehr aktiv und auch erfolgreich zu sein. Erst im Februar gelang es ihm, den Tankstellenbetreiber Tifon zur Annahme von Bitcoins zu überzeugen . Tifon ist einer der größten Tankstellenbetreiber des Landes, mit unzähligen Tankstellen in Kroatien und anderen Balkanländern. Bereits im Februar konnte dem Bericht zufolge an 46 Tifun-Tankstellen mit Kryptowährungen bezahlt werden.

Kroatien ist kein klassisches Bitcoin-Land an sich. Zumindest nicht nach den üblichen Indikatoren. In der Regel sind die Inflation der Landeswährung sowie die Suchanfragen bei Google verlässliche Indikatoren für die Bitcoin-Akzeptanz. Aber weder das eine noch das andere fällt in Kroatien auf. Die Kuna, die Währung Kroatiens, ist gegenüber dem Euro weitgehend stabil und die Zahl der Suchen nach Bitcoin liegt leicht unter der in Deutschland und deutlich unter der in den Niederlanden. Auch das Handelsvolumen auf LocalBitcoins gibt keinen Hinweis darauf, dass in Kroatien irgendeine Art von Massenadoption stattfindet.

Konzum und Tifon spekulieren vielleicht über die Zukunft – darauf, dass noch nicht heute, sondern morgen oder übermorgen Kryptowährungen bezahlt werden – und vielleicht auch darauf, dass Touristen Kryptowährungen nutzen. Reisende könnten sich das Wechseln sparen, wenn sie beispielsweise mit Bitcoin oder Dollar-Token bezahlen.

Wenn die Akzeptanz durch Konzum gelingt, könnte dies ein äußerst positives Signal für die allgemeine Akzeptanz bei Supermarktketten sein: Es funktioniert. Kryptowährungen sind ausgereift genug, um auch in dieser Dimension eingesetzt zu werden. Ein Paradebeispiel dafür ist die Bitcoin-Akzeptanz bei MacDonalds und Starbucks in El Salvador, wo reisende Bitcoiner erstaunt waren, wie gut Lightning bereits die ElectroCoin-Website funktioniert. Zumindest gibt es einen recht aktiven Lightning-Knoten mit dem Namen "ElectroCoin". Es kann jedoch nicht überprüft werden, ob diese zum Zahlungsanbieter gehört. Aber es könnte ein sanfter Hinweis darauf sein, dass ElectroCoin Lightning heute oder in Zukunft integriert.


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