Mike Novogratz investiert in Berliner Bitcoin-Start-up

Das Interesse von Krypto-Investoren an Blockchain-Fonds hat in Europa erneut neue Höchststände erreicht. Die junge Berliner Investmentgesellschaft Greenfield One konnte 135 Millionen Euro von Kryptopionier Mike Novogratz sowie Commerzbank und Swisscom einsammeln.

Das neue Kapital für seinen dritten Fonds macht Greenfield One zum größten Krypto-Fonds in Europa. Der im Dezember 2020 geschlossene Vorgänger hatte ein deutlich geringeres Gesamtkapital von 50 Millionen Euro. Mike Novogratz, der US-Milliardär und Gründer der Investmentgruppe Galaxy Digital, betrat mit seinem Dachfonds Galaxy Vision Hill in Greenfield One erstmals den europäischen Markt. Dies kann als deutliches Zeichen für das zunehmende Interesse US-amerikanischer Finanzdienstleister an europäischen Blockchain-Entwicklern gedeutet werden.

Aber nicht nur amerikanische Investoren zeigen Interesse an Blockchain-Start-ups. Auch immer mehr europäische Investoren steigen ein, wie die Commerzbank-Tochter CommerzVentures oder das Schweizer Unternehmen Swisscom. Einer der Mitbegründer des Greenfield One Fund, Jascha Samadi, sagt, dass „viele in Europa 2021 aufgewacht sind“.

Obwohl viele neue Investoren in den dritten Greenfield-One-Fonds einsteigen, kann das Berliner Start-up wieder bestehende Investoren wie Bertelsmann Investments oder Welcome Lennertz & Co. gewinnen. Beide Unternehmen waren bereits im zweiten Greenfield-One-Fonds investiert.

Das Kapital im Greenfield One-Fonds hat sich verzehnfacht.

Samadi macht keine genauen Zahlen über die Entwicklung der Renditen der ersten beiden Fonds, aber bekannt ist, dass sich der Wert mindestens verzehnfacht hat. Der Erfolg von Greenfield One ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das Start-up auf den Trend zu dezentralen Finanzdienstleistungen gesetzt hat. Start-ups können über ein Blockchain-Netzwerk Kredite, Investitionen und Wertpapierhandel anbieten.

Während sich die Zahl der Venture-Capital-Investitionen in Unternehmen wie Greenfield One im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht hat, nehmen europäische Fonds in den Krypto-Startups in deutlich geringerem Maße zu. Greenfield One kommuniziere oft mit Entwicklungsteams, bevor diese überhaupt eine eigene Kryptowährung herausgeben oder Dienstleistungen für Kunden anbieten, sagt Samadi. Auch die Corona-Pandemie beflügelt das Geschäft, weil in London, München oder Zürich keine persönlichen Investorenbesuche erwartet werden.


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