Mining-Schwierigkeit sinkt um 28 Prozent – BitcoinBlog.de – der Blog für Bitcoin …


"Chinesische Bergmannsstatue". Bild von Nick Ares über flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Wie sich das Bitcoin-Netzwerk selbst korrigiert, nachdem China die Miner rausgeschmissen hat.

Noch nie in der Geschichte von Bitcoin hat die Schwierigkeit des Minings so dramatisch abgenommen. Mit der Anpassung am 2. Juli wurden die Hash-Rätsel für die Bergleute fast 28 Prozent einfacher.

Die Schwierigkeit. Dieses und alle folgenden Diagramme stammen von blockchain.com.

Falls Sie diesen Satz nicht ganz verstanden haben: Bei Bitcoin finden Miner etwa alle zehn Minuten einen Block, mit dem sie Transaktionen bestätigen. Um diesen Block zu finden, müssen sie ein Hash-Puzzle lösen, was vereinfacht bedeutet, dass sie ihre Hardware mathematische Operationen durcharbeiten lassen, bis sie ein bestimmtes Ergebnis finden. In einem Artikel unserer Serie „ Bitcoin, ganz einfach “ erklären wir dies etwas genauer.

Die Anzahl der Hash-Operationen, die alle Miner zusammen pro Sekunde ausführen, wird als Hashrate bezeichnet. Damit die Abstände zwischen den Blöcken einigermaßen stabil bleiben, auch wenn die Hashrate steigt oder fällt, gibt es einen Algorithmus, der den Schwierigkeitsgrad etwa alle zwei Wochen anpasst.

Die Hashrate (hier abgebildet) und die Schwierigkeit laufen parallel, wobei bei der Schwierigkeit die Hashrate leicht hinterher stolpern sollte.

Das geschah nun, und diesmal war die Anpassung enorm: Von einer Schwierigkeit von 19333t fiel sie auf 14363t. Dies war nicht die erste Anpassung nach unten in den letzten Monaten. Mit 25046t erreichte der Schwierigkeitsgrad Mitte bis Ende Mai seinen bisherigen Höhepunkt. Dann sank sie allmählich auf 21000 t, dann auf 19333 t und schließlich auf 14363 t. Es hat fast 43 Prozent von der Spitze aufgegeben. So wurde es viel einfacher, einen Block zu finden.

Die vorherigen Anpassungen waren „regelmäßig“ – sie waren das Ergebnis des normalen Betriebs von Bitcoin. Denn die Einnahmen aus dem Mining liegen in Bitcoin und sind somit ein Derivat des Bitcoin-Preises. Wenn diese sinkt – wie es nach Mitte Mai der Fall war – investieren die Miner weniger in Mining-Equipment und Strom. Die Hashrate sinkt und damit auch die Schwierigkeit bei der nächsten Anpassung. Es ist also bisher passiert.

Der Preis. Eigentlich sollte es der Hashrate und damit auch der Schwierigkeit voraus sein. Diesmal haben sich die Werte jedoch entkoppelt.

Die Anpassung am Wochenende ist jedoch anders. Es reagiert nicht wie beabsichtigt auf den Preis, sondern auf die Politik: Auf dass China den Bergbau nun endgültig verboten hat, worauf die vielen chinesischen Bergleute ihre Bergbauanlagen demontiert, verpackt und ins Ausland verschifft haben.

Infolgedessen hat sich die Hashrate vom Preis entkoppelt: Während der Preis immer noch höher ist als zu irgendeinem Zeitpunkt im vergangenen Jahr, fiel die Hashrate auf den niedrigsten Stand seit etwa Oktober 2019, und die Schwierigkeit bestand nur während zweier zwei -Wochenperioden im letzten Jahr niedriger als derzeit.

Mit anderen Worten: Bergbau war noch nie so attraktiv. Durch das Verbot von Bergleuten aus seinem Territorium hat China den Bergbau überall auf der Welt lukrativer gemacht. Die Spieltheorie von Bitcoin funktioniert gnadenlos perfekt.


Herrlich sowas dieser Artikel kam von

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