Swiss Cyber Security Days 2022 ein voller Erfolg

Die vierte Ausgabe der Swiss Cyber Security Days bot mit dem amerikanischen Cyber Security Director und Berater von Präsident Joe Biden einen hochstehenden Wissensinput für das Publikum und die Schweiz. Er betonte die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit, da der Cyberspace keine Landesgrenzen kenne, und lobte das Schweizer Innovationspotential. Bilanz aus den über 130 Referaten und Diskussionen: Die Schweiz hat im Bereich Cybersicherheit aufgeholt, mehr nötiges Bewusstsein geschaffen und möchte die internationale Zusammenarbeit intensivieren.

Die vierte Ausgabe der Swiss Cyber Security Days (SCSD), das wichtigste Treffen zum Thema Cybersicherheit in der Schweiz, brachte am Mittwoch, 6. und Donnerstag, 7. April die wichtigsten Entscheidungsträger und Experten im Bereich Cybersicherheit auf nationaler und internationaler Ebene und rund 2’000 Besucherinnen und Besucher zusammen. Der erste Tag konzentrierte sich auf wichtige globale Sicherheitsfragen für die Schweiz. Bei der Eröffnungsfeier wiesen Nationalrätin und Präsidentin der SCSD Doris Fiala sowie Daniel Berger, Präsident von Cyber Resilience Ltd, welche die Veranstaltung organisiert, darauf hin, dass die Zunahme der Infrastrukturen und des Datentransfervolumens zu immer grösseren Verwundbarkeiten führt. Diese Prozesse wurden zudem durch die Pandemie noch beschleunigt. Unternehmen und Verwaltungen seien täglich mit Cyberkriminalität konfrontiert und davon bedroht. Olivier Curty, Präsident des Staatsrats des Kantons Freiburg, hiess die Teilnehmenden am ersten Tag in einer Grussbotschaft ebenfalls willkommen und unterstrich die Bedeutung von Cybersicherheit für die
Kantone.

 

Doris Fiala



Nicolas Mayencourt
Nicolas Mayencourt

Globale Sicherheitsfragen am ersten Tag

Zu den Höhepunkten des ersten Kongresstages zählte der Vortrag von Chris Inglis, National Cyber Director und Berater des Präsidenten der Vereinigten Staaten Joe Biden. Er betonte die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit. Der Cyberspace kenne keine Landesgrenzen, warnte Inglis und lobte dabei das Potential der Schweizer Innovationen.

Florian Schütz, Delegierter des Bundes für Cybersicherheit, blickte auf die Entwicklungen der letzten Jahre zurück. Die Schweizer Regierung habe viele Fortschritte gemacht und arbeite aktuell an der zweiten Version der nationalen Strategie zum Schutz vor Cyberrisiken. Divisionär Alan Vuitel, Leiter des Projekts Kommando Cyber der Armee, beleuchtete Cybersicherheit aus der militärischen Perspektive. Er sprach über die wichtigsten Herausforderungen, die sich uns aus nationaler Sicherheitsperspektive aktuell stellen.

KMUs im Fokus am zweiten Tag

Am zweiten Tag stand die Cybersicherheit bei KMUs im Fokus der Veranstaltung. Gerhard Andrey, Unternehmer und Nationalrat, sprach darüber, wie die Luftfahrtindustrie seit Jahrzehnten mit technischen Defekten in komplexen Systemen umgeht. Dies gelingt mittels präziser, vollständiger Informationsübermittlung und Transparenz. Er fordert, dass dies auch im Umgang mit Cybersicherheit zum Standard wird. In einem Panel der Versicherung Mobiliar diskutierten Susanne Maurer, Editor Corporate Communication, Andreas Hölzli, Head of Competence Center Cyber Risk, und Thomas Kühne, CIO, über eine aktuelle GFS-Studie, die zeigt, dass jedes dritte Unternehmen bereits Opfer eines Cyberangriffs wurde. Das grösste Risiko sind und bleiben die Mitarbeitenden selbst, deren Sensibilisierung einen wichtigen Beitrag zur Prävention leistet.

Nicolas Mayencourt, CEO und Gründer von Dreamlab Technologies, und Prof. Dr. Marc K. Peter, Head of Centre for Digital Transformation an der FHNW, präsentierten die jährliche Ausgabe des State of Swiss Cyberspace. In der Studie wurde ein vollständiger Scan der öffentlichen Angriffsfläche der Schweiz durchgeführt sowie erstmalig die Schwachstellen nach Sektoren präsentiert. Die Untersuchung hat ergeben, dass in den drei Sektoren Bildung, Gesundheit und Regierung am meisten Schwachstellen bestehen.

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Präsentation des SCION-Projekts der ETH

Das SCION Projekt der ETH wurde an den SCSD erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Die sichere Internet-Architektur SCION bietet erhöhte Sicherheit, Verfügbarkeit und Leistung. Das Projekt SCI-ED ermöglicht eine sichere und hochverfügbare Kommunikation zwischen Institutionen des ETH-Bereichs und Partnern. Das Projekt wurde präsentiert von Adrian Perrig, ETH / SCION, Martin Bosshardt, Anapaya, Florian Schütz, NCSC, August Benz, SBA, Urs Fischer, HIN, Stefan Berg, Swisscom, und Robert Wigger, Sunrise Impulse.

130 Konferenzen, Podien, Expertengespräche

Nachdem die letztjährige Ausgabe aufgrund der Pandemie komplett online stattfand, freute man sich umso mehr, dass die Cyber Security Days dieses Jahr wieder vor Ort durchgeführt werden konnten. Béat Kunz, CEO der SCSD, sagt: «Obwohl wir mit der virtuellen Ausgabe sehr zufrieden waren, ersetzt sie die persönlichen Kontakte nicht, die vor allem im Ausstellungsbereich geknüpft werden.» Es hatten sich über 100 Aussteller im Forum Fribourg eingefunden. Während der beiden Tage fanden mehr als 130 Konferenzen, Podien, Expertengespräche, Best Practices und runde Tische statt. Neben den Keynotes boten die Expert Tracks an beiden Tagen viele interessante, technische Präsentationen und Neuerungen und auch die beiden Best Practices Tracks waren ein voller Erfolg. Dieses Jahr war zudem der Eintritt für den Besuch der Ausstellung sowie der Best Practice Tracks (umfasste 20 Referate pro Tag) zum ersten Mal kostenlos. Die Swiss Cyber Security Days 2023 werden am 29. und 30. März stattfinden.

 

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Source: Bitcoinnews