Visa macht Kreditkarten fit für Kryptowährungen – in Lateinamerika – BitcoinBlog…


Die Rio-Niterói-Brücke über die Bucht von Guanabara verbindet Rio de Janeiro mit Niterói. Mit 13,5 Kilometern ist sie die längste Brücke Brasiliens und die zweitlängste Südamerikas. Bild von Marinelson-Almeida über flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Alles im Bärenmarkt und Krypto so gut wie tot? Nicht für den Kreditkartenanbieter Visa. Er hat sich der Mission verschrieben, die Brücke zu werden, die traditionelle Unternehmen mit der Zukunft des Geldes verbindet – und rüstet dafür seine Karten in Lateinamerika auf.

Manchmal ist eine ganz andere Perspektive nur einen Klick entfernt die spanischsprachige Website von Visa ein Weg. Während Kryptowährungsmärkte eine Mischung sind
Aus Panik und Frust wegen des Kursgeschehens verbreitet der Kreditkartenanbieter puren Optimismus.

„Da das Interesse an und die Akzeptanz digitaler Währungen weltweit weiter wachsen“, beginnt die Pressemitteilung, „gibt das Unternehmen nun bekannt, dass es sein Krypto-Angebot in Lateinamerika und der Karibik erheblich erweitert. Neue lokale kartenbasierte Partnerschaften und andere Initiativen schaffen Möglichkeiten für Unternehmen, Regierungen und Verbraucher, Zugang zur Zukunft des digitalen Geldes zu erhalten.“

Laut Romina Seltzer, Senior Vice President of Products and Innovation für Lateinamerika und die Karibik, hat Visa erkannt, dass die Region Krypto-Innovationen weiterhin begrüßt: Sie sieht mehr Investitionen, mehr Konsumakzeptanz und mehr Anwendungsfälle. Und Visa als einer der größten globalen Zahlungsanbieter will da nicht fehlen.

„Wir bei Visa sind bestrebt, die Konnektivität, Skalierbarkeit, Sicherheit und das Wertversprechen bereitzustellen, die für die Verbreitung und Verbreitung von Krypto erforderlich sind“, sagte Seltzer. Der Kreditkartenanbieter konzentriert sich derzeit darauf, Visa zum „einfachsten und sichersten Weg“ zu machen, Kryptowährungen mit der Karte zu kaufen oder zu verwenden.

Zu diesem Zweck wird Visa die in Lateinamerika und der Karibik ausgegebenen Kreditkarten aufrüsten, damit sie besser in den Kryptomarkt passen. Das Programm, das derzeit in Brasilien, Argentinien, Mexiko, Kolumbien, Peru und anderen Märkten eingeführt wird, umfasst Folgendes:

Zum einen arbeitet der Kreditkartenanbieter mit verschiedenen Krypto-Startups zusammen, wie etwa Lemon Cash und Satoshi Tango in Argentinien sowie Crypto.com, Alterbank und Zro Bank in Brasilien. Vermutlich hilft Visa diesen Startups, Geld durch Kartenzahlungen zu akzeptieren oder ihre eigenen Debitkarten auszustellen.

Zweitens will Visa „credenciales vinculadas a criptomonedas“ einführen. Damit sind vermutlich Identitätsdaten gemeint, die mit Krypto-Wallets verbunden sind. Sie sollen es den Kunden ermöglichen, Krypto-Optionen freizuschalten: Sie können Kryptowährungen kaufen, mit Kryptowährungen bezahlen, bei denen lokale Währungen über Visa akzeptiert werden, und Cashback in Bitcoin erhalten. Bei der Lemon Cash Karte sind das etwa 2 Prozent für jede Transaktion, die die „Visa Credentials“ beinhaltet.

Visa ist auch außerhalb Lateinamerikas damit beschäftigt, sich als Zahlungsdienstleister an Kryptowährungen anzupassen. Beispielsweise arbeitet Visa mit mehr als 70 der „weltweit führenden Kryptoplattformen“ zusammen, indem es ihnen ermöglicht, Kartenprogramme zu starten, „damit ihre Kunden problemlos digitale Währungen umtauschen und bei 80 Millionen Händlern weltweit ausgeben können“.

Daneben arbeitet Visa mit Circle zusammen, um Stablecoin USDC zum Währungsnetzwerk hinter Kreditkarten hinzuzufügen. Denn auch Circle plant einen Euro Stablecoin, tickt die Uhr für die Banken in der Eurozone: Visa könnte seine Eurokarten in diesem Jahr noch ohne die Hilfe eines einzigen europäischen Finanzdienstleisters betreiben. Zudem macht ein Stablecoin bei Visa faszinierende Szenarien denkbar, etwa eine mit einem Smart Contract verbundene Kreditkarte, bei der Nutzer ihre Kreditlimits mit Kryptosicherheiten abdecken. Die Luft für das deutsche Bankensystem wird immer enger. Es kann nicht oft genug gesagt werden.

Visa berät seine Kunden auch zu Krypto-Trends und hilft ihnen, eine Strategie zu entwickeln. Der Kreditkartenanbieter arbeitet auch mit Zentralbanken zusammen, um deren Projekte für digitale Währungen (Central Bank Digital Currency, CBDC) voranzutreiben. In Brasilien zum Beispiel sollen Visa-Ingenieure noch in diesem Jahr mit der Zentralbank zusammenarbeiten, um einen Prototyp zu entwerfen. Schließlich startet Visa ein „NFT Creator Program“, das Künstlern, Musikern, Designern und Filmemachern helfen soll, ihre Geschäfte durch NFTs zu verbessern.

Neben all diesen großen und kleinen, aber in alle Richtungen zukunftsorientierten Initiativen führt Visa Meinungsumfragen zu Kryptowährungen durch. Die letzte Studie „fand ein ‚nahezu universelles Bewusstsein‘ für Kryptowährungen.“ Ein Drittel der Befragten hat bereits digitale Assets genutzt, entweder als Anlageprodukt oder als Zahlungsmittel. Der Anteil in Schwellenländern ist größer. „Die Studie zeigte auch, dass fast 40 Prozent der Krypto-Besitzer wahrscheinlich von ihrem aktuellen Bankkonto zu einem Konto wechseln würden, das auch Krypto-Produkte anbietet.“

Visa strebt danach, „die Brücke zu sein, die traditionelle Unternehmen mit der Zukunft des Geldes verbindet“, sagt Seltzer. Deshalb will das Unternehmen „ein führender Anbieter von Zahlungen mit digitalen Währungen“ werden und das erreichen, was jeder Finanzdienstleister mit Ambitionen jetzt in leuchtendem Rot, fett und doppelt unterstrichen anstreben sollte: „Nutzen Sie diese wichtigen Chancen, diese revolutionären Änderungen.” Profitieren Sie von den aktuellen Entwicklungen im Zahlungssystem und gestalten Sie es mit.“


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